Klima retten? – Ingenieurin werden! - Klima retten? – Ingenieurin werden!

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Klima retten? – Ingenieurin werden!

Die Klimajugend und die Berufswahl

Die Klimajugend und die Berufswahl

Die Klimadebatte ist in vollem Gange. Die Diskussion nimmt aktuell einen wichtigen Stellenwert in der politischen Arena ein: Dies freut die einen Parteien im Hinblick auf die anstehenden nationalen Wahlen und zwingt andere zu hastig formulierten Positionsbezügen. Das Thema bewegt für einmal auch die sonst eher als politmüde verschriene Jugend – Woche für Woche erheben Jugendliche, auch in der Schweiz, ihre Stimme im Kampf gegen den Klimawandel. Manche sind erfreut über dieses jugendlich-frische Engagement, andere erheben den moralischen Zeigefinger wegen der für die Demonstrationen geschwänzten Schulstunden und Dritte versuchen, die Bewegung in die eine oder andere Richtung für eigene politische Zwecke zu instrumentalisieren. Wiederum andere zweifeln am Grundlegenden: Der Klimawandel existiere gar nicht und jegliche Hektik sei unnötig. Was auch immer stimmt – die «Wahrheit» wird wohl vielschichtig sein – und wo auch immer man steht, eines ist klar: die künftigen Herausforderungen, egal in welchen Bereichen, liegen bei den Ingenieurinnen und Ingenieuren. Wir wollen unsere Mobilität sinnvoll und effizient gestalten, um möglichst wenige Ressourcen dafür zu verwenden? – Ingenieure und Verkehrsplanerinnen arbeiten an der Lösung. Unsere Gebäude sollen weniger Energie verbrauchen oder im Gegenteil solche bestenfalls produzieren? – Ingenieure und Gebäudetechnikplanerinnen arbeiten daran. Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe sollen effizienter angetrieben werden und die Umwelt weniger belasten? – Auch hier… Sie wissen es! Der Klimajugend will man also zurufen: Euer Aufschrei ist gut und willkommen. Helft mit, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Und helft mit, dies auf eine «smarte» Art und Weise zu tun – nicht mit lustfeindlichen Verboten (wer will schon aufs Fliegen verzichten?), sondern mit technischen Lösungen. Wer effektiv etwas gegen den Klimawandel tun will, wird Ingenieurin und Ingenieur!
 

tunBern, Building-Award, Math Dealer

Seit jeher ist die usic aktiv im Bereich der Nachwuchsförderung und der Berufswahlbewerbung. Vor Kurzem ging wiederum die tunBern an der Berner Frühlingsmesse BEA über die Bühne: Ein riesen Erfolg – an zahlreichen Ständen kamen Kinder in Berührung mit technischen Berufen. Unzählige Schulklassen nutzten die Gelegenheit für einen Besuch. Was für eine Freude zuzusehen, wie ein junges Mädchen ein motorbetriebenes Zahnbürsten-Rennauto zusammenlötet (ja wirklich!) und wie Jungs sich im Wettkampf der selbst programmierten Roboter messen. Es ist an sich klar: Jugendliche können nur einen Beruf wählen, der ihnen auch bekannt ist. Wir müssen deshalb alles daran setzen, die faszinierenden Planerberufe immer und immer wieder in der Öffentlichkeit und vor allem gegenüber den Jugendlichen zu präsentieren. Eine Gelegenheit dazu bietet der Building-Award der Stiftung bilding, der dieses Jahr zum dritten Mal verliehen wird. Hier werden herausragende Ingenieurprojekt ausgezeichnet, ihren Autoren der rote Teppich ausgerollt und diese werden für ihre Leistung gefeiert. So entstehen Vorbilder für eine Branche, deren Vertreter nur zu oft in ihren Büros hinter Computer-Bildschirmen oder Baustellenabschrankungen versteckt agieren! Einen etwas radikaleren Ansatz hat die usic mit ihrer Math Dealer-Kampagne gewählt: Um darauf aufmerksam zu machen, dass vor allem junge Mädchen sich für technische Berufe interessieren sollen, hat die usic im Rahmen des Tages der Ingenieure eine Fake-Kampagne lanciert. Sie lesen in diesem Heft darüber.
 

Rolle des Ingenieurs

Die diesjährige Generalversammlung hat sich in einer engagiert geführten Diskussion mit dem Unabhängigkeitserfordernis der usic Büros auseinandergesetzt. Die usic vereint die unabhängigen Planungsunternehmen, also Büros, die von «Unternehmen und Lieferanten» unabhängig agieren und mithin ihre Auftraggeber neutral und ohne eigene Interessen beraten. Wie ist diese «Unabhängigkeit» zu werten und zu interpretieren angesichts der laufenden Veränderungen auf dem Markt? Wie werden die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehenden Veränderungen im Bauplanungsprozess die Rolle des Ingenieurs und der Planerin verändern? Diese Fragen werden virulent – die Generalversammlung hat dem usic Vorstand ein Feedback gegeben. Der Vorstand wird seine Überlegungen basierend darauf weiterführen und konkretisieren. Affaire à suivre!
 

 

 

 

 

 

Verfasst von: Dr. Mario Marti (MJur) mario.marti@usic.ch