2nd Innomeet: Neue Runde, neue Ideen

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2nd Innomeet: Neue Runde, neue Ideen

Mit neuen und alten Gesichtern ist der Think Tank rethink_ing in das zweite Innomeet gestartet. Nach zwei Pitches mit neuen Ideen zur Erreichung der Sustainable City ist die...

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2nd Innomeet: Neue Runde, neue Ideen

Mit neuen und alten Gesichtern ist der Think Tank rethink_ing in das zweite Innomeet gestartet. Nach zwei Pitches mit neuen Ideen zur Erreichung der Sustainable City ist die Gruppe in den zweiten Innovationsprozess gestartet. Dabei wurde auf den Erkenntnissen des ersten Innomeet aufgebaut. Aber der Reihe nach.

Zu Beginn präsentierten die Inputgeber Jan Flückiger und Clau Dermont ihre Ideen für eine nachhaltige Stadt. Jan Flückiger war Berner Stadtpolitiker, bevor er Journalist in der NZZ-Bundeshausredaktion wurde. Nach einigen Jahren als Leiter Public Affairs bei Swisspower ist er heute Generalsekretär der Energiedirektorenkonferenz. Der Politikwissenschaftler Clau  Dermont ist spezialisiert auf Meinungsbildung, Digitalisierung und Transformation und beschreibt sich als Menschen mit „politischem Gespür für Lösungen, kreative Ansätze und aktive Kommunikation“. Nach Studium und Dissertation an der Universität Bern forschte er im Digital Democracy Lab, arbeitete als Politexperte bei Radio Südostschweiz und ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesamt für Kultur.

Kurz zusammengefasst gab uns Jan Flückiger den Gedanken mit auf den Weg, wonach es in einem grossen und verdichteten Gebiet wenig Sinn macht, dass Grenzwerte bei den Lärmemissionen auf der Ebene einer Zone definiert werden. Mit kleinzelligeren Grenzwerten und entsprechender Stadtplanung könnte eine deutliche Emissionsentlastung sowie ein besseres Nebeneinander der verschiedenen AkteurInnen bewirken. Clau Dermont verwies seinerseits auf die langwierigen politischen Prozesse in der Schweiz, oft mit ungewissem Ausgang. Weiter meinte er, es lohne sich die Frage zu stellen, in welchen Punkten man die KonsumentInnen tatsächlich befragen soll und wo man besser einfach den Default, die Norm ändert. Als Beispiel dazu erwähnte er die Energie Wasser Bern (EWB). Die EWB änderte vor einigen Jahren ihr Grundangebot dahingehend, dass ohne entsprechenden Wunsch der Kundin oder des Kunden nach Atomstrom „nur“ Strom aus erneuerbaren Energien ausgeliefert wird.

Mit diesen wichtigen und interessanten Inputs ging es in das zweite Innomeet. Die im ersten Innomeet eingebrachten und entstandenen Ideenelemente für die Erreichung der Sustainable Development Goals im Bereich der Sustainable City wurden in ein „overarching principle“ und sieben „design principles“ gebündelt:

Overarching principle

  • Governance Structure

7 Design principles

  • Mobility
  • Reinvention of infastructure and places
  • Human & planet friendly city
  • Sound
  • Access to public resources
  • Green surrounding
  • Equality & Innovation

Alle im ersten Innomeet gesammelten Ideenelemente wurden den oben genannten deisgn principles zugeordnet. In einem ersten Schritt haben die TeilnehmerInnen diese Elemente geclustert und priorisiert. In einem zweiten Schritt durften die Teilnehmenden auf zwei ausgewählten design principles ausgewählt arbeiten. Sie fokussierten dabei auf Schlüsselherausforderungen und vor allem auf mögliche Lösungen. Wohin Diskussionen im Rahmen der Innovationsprozesse gehen können, wird im Folgenden anhand von zwei Beispielen aufgezeigt.

Agile Governance: mehr Handlungsspielraum in Städten

Partizipation geht über eine Ja- oder Nein-Haltung hinaus: es geht um das Mitdenken, Mitdiskutieren, Mitumsetzen. Unbürokratische Plattformen zur Partizipation sollten auch ausserhalb konkreter Planungsvorhaben für Einzelpersonen sowie für Gruppen wie zum Beispiel Bewohnerinnen und Bewohner einer Strasse zur Verfügung stehen, regelmässige Befragungen aller StadtbewohnerInnen sowie eine bottom-up Planung bei konkreten Projekten gehören zum Standard. Das Credo dabei lautet: First ask the people, then plan.

Da in einer Stadt unterschiedliche Anspruchsgruppen mit verschiedenen Bedürfnissen leben und arbeiten, ist ohne Scheuklappen die Diskussion zu führen, ob starre Regularien für grossflächige Zonen noch sinnvoll sind. Nicht alle Wohnzonen müssen gleich aussehen, nicht jede Quartierbevölkerung hat die gleichen Bedürfnisse und auch nicht jeder Strasse innerhalb eines Quartiers ist gleich.

Damit echte Partizipation möglich ist, braucht es regulativen Handlungsspielraum. Ohne flexible und vielleicht auch selektive Regularien innerhalb einer Zone ist echte Partizipation wohl kaum zu erreichen.

Green Surrounding

Agile Governance ist ein kompliziertes und schlussendlich sehr grundsätzliches design principle, welches der Think Tank aber mit Überzeugung weiterverfolgen wird. Einfacher und demzufolge auch sehr viel konkreter wurde am design principle gearbeitet. Grünflächen können die Auswirkungen des Klimawandels lokal abschwächen und die Lebensqualität erhöhen, entsprechend ist eine klimaangepasste Stadtentwicklung heute kaum bestritten. Die Herausforderung besteht darin, dass die Städte bereits gebaut sind und oft wenig unbenutzte Fläche zur Verfügung steht. Folgende innovative Lösungen für die Erhöhung des Grünflächenanteils wurden im Think Tank erarbeitet:

  • In öffentlichen Beschaffungen sollten Zuschläge nur noch an Projekte erfolgen, welche Grünflächen, Hitzereduktion und Luftzirkulation im öffentlichen Raum berücksichtigen
  • Vorhandene Betonflächen sollen ausgiebig begrünt werden
  • Dazu soll jede Stadt ein Inventar von vertikal und horizontal begrünbaren Flächen erstellen
  • Fördermittel zuhanden privater Eigentümerinnen und Eigentümer zur Begrünung von Dächern, Fassaden und Bodenflächen sind in Betracht zu ziehen

Ende September wird das dritte Innomeet stattfinden und wir sind davon überzeugt, dass der Think Tank rethink_ing viele weitere innovative Lösungen für eine nachhaltige Stadt erarbeiten wird. Wir freuen uns darauf!

 

 

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Verfasst von: Lea Kusano lea.kusano@usic.ch

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